| Test: Optoma EzPro 737 | ||||||||||||||||||||||||
| DLP-Winzling mit hoher Auflösung | ||||||||||||||||||||||||
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Das Testmuster
wurde zur Verfügung gestellt von:
> Benedictus Hifi < www.Benedictus.de |
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Ausstattung und Technik Der Optoma EP 737 ist ein echter "Winzling". Er misst gerade einmal 246 mm x 210 mm x 71 mm bei einem Gewicht von nur 1,6kg. Kleiner und leichter kann man einen Videoprojektor kaum noch konstruieren. Dennoch wirkt er nicht billig, sondern wartet mit einem aktuellen Silber-Finish auf. Mit im Lieferumfang ist eine praktische Tragetasche enthalten. In ihr
ist der Projektor schnell verstaut und lässt sich leicht transportieren
- Optimal für eine gelegentliche Aufstellung auf dem Wohnzimmertisch.
Bei der Deckenmontage kommt dem Anwender das kompakte Gehäuse ebenfalls
zu Gute, auch an der Decke stört das Gerät nicht die "innenarchitektonische
Raumplanung" der Freundin / Ehefrau.
Technik Das Bild des Optoma EP 737 wird von einem Single Chip DMD System mit
einer nativen Auflösung von 1024 x 768 Pixeln erzeugt. Hoch genug,
um PAL ohne Verluste wiederzugeben und sogar die Vorzüge der hochauflösenden
HDTV Standards teilweise zu nutzen.
Für die Belüftung sorgen zwei leise Lüfter, die mit einer Lautstärke von unter 40dB auch in ruhigen Filmszenen nicht störend "dazwischenrauschen". Nur die Kühlleistung scheint ähnlich dezent: Das Gerät heizt sich im Betrieb sehr stark auf. Man sollte daher unbedingt auf geeignete Stellflächen und ausreichende Abstände zu Möbeln und Wänden achten, um einen ungewollten Hitzestau zu vermeiden.
Die aktuellen Bildstandards werden alle unterstützt: Herkömmliches
PAL / NTSC im Halbbildverfahren (480i / 576i), Progressive Bilder aus
DVD Player oder Scaler ( 480p / 576p), HDTV in Progressive oder Interlaced
(720p / 1080i) und PC Signale aller erdenklichen Auflösungen. Als
Trägerssignale kommen Composite, S-Video, YUV, RGB und DVI in Frage.
Anschlüsse Bezüglich der Anschlussseite bleiben leider gleich mehrere Wünsche offen. Als direkte Videobuchsen sind nur ein Composite und ein S-Video Anschluss vorhanden. Beide stellen für die Großbildprojektion keine optimalen Signalquellen dar. Wesentlich wichtigere direkte Eingänge wie YUV oder RGB sucht man vergebens. Stattdessen findet sich lediglich ein spezieller "Universalanschluss" (35-pin VESA M1).
Solch ein Universalanschluss hat den Nachteil, dass man für unterschiedliche
Anwendungen stets sogenannte "Adapterkabel" benötigt. Dies
bedeutet unnötige Umstände und eventueller Qualitätsverlust
durch Steckerkupplungen.
Aufstellung / Projektionsabstand Die Aufstellung hängt im wesentlichen von den erforderlichen Projektionsabständen ab. Besonders in kleinen Räumen oder bei Tischmontage ist ein kurzer Projektionsabstand notwendig. Die Projektionsabstände des Optoma EP 737 sind nicht so kurz wie bei vielen Einsteigerprojektoren. Für gängige Bildbreiten von 2 - 2,5 m sind Abstände von mehr als 4 Metern notwendig. Damit lassen sich nur in mittelgroßen oder großen Räumen große Bilddiagonalen erzielen. Die Tischprojektion wird hierdurch auch eingeschränkt, da der optimale Betrachtungsposition im Lichtweg liegt.
Die Gerätebedienung per On Screen Menu gestaltet sich durch die Fernbedienung äußerst leicht. Sie ist zwar ein wenig klein, liegt aber gut in der Hand. Negativ fallen das schwammige Steuerkreuz, die fehlende Beleuchtung und
die störende Klappe auf. Ein besonderes Feature hingegen ist der
eingebaute Laserpointer, mit dem man bei Bedarf bestimmte Bildbereiche
markieren kann. Die On-Screen Menus sind optisch nüchtern gestaltet und erinnern an die "Eigenschaften"-Menus von PCs: Nach Karteikartenprinzip sind die unterschiedlichen Options-Kategorien eingeteilt. Dies führt bisweilen zu Übersichtsproblemen. Alles in allem sind die Menus jedoch gut gegliedert und schnell zu bedienen. Gespart wurde leider an Bildeinstellmöglichkeiten. Vergeblich sucht
man nach getrennten Brightness und Kontrasteinstellmöglichkeiten
für Rot, Grün und Blau. Für Perfektionisten gibt es ein verstecktes Service-Menu, das separate
R,G und B Einstellungen bietet und somit eine noch genauere Farb- &
Kontrastkalibrierung ermöglicht.
Bildtest Farbumfang Der Farbumfang (darstellbare Farben eines Projektors) wird durch ein sogenanntes "CIE Chart" dargestellt. In einem Diagramm, das alle für das menschliche Auge wahrnehmbare Farben beinhaltet, sind die möglichen Projektorfarben durch ein Dreieck dargestellt und in Bezug zu dem erforderlichen Umfang von TV Standards gesetzt.
Der Optoma EP 737 zeigt ein sehr guten Farbumfang, der weitgehend sogar dem HDTV Standard entspricht. Lediglich im Tiefblau- und Grünbereich sind Defizite zu beobachten.
Von den Filmfirmen wird beim DVD Encoding eine Farbtemperatur von 6500K
für Grau und Weiß zugrunde gelegt. Das Wiedergabegerät,
der Projektor, muss daher ebenfalls auf diese Farbtemperatur abgestimmt
sein.
Nur unterhalb von 20 IRE (dunkelgrau) und über 80 IRE (hellgrau)
sind leichte Abweichungen festzustellen.
Schwarzwert, Kontrast, Helligkeit Besonders bei günstigen Businessprojektoren sind Schwarzwert und
Kontrast ein Problem. Meist für helle Seminarräume ausgelegt,
erscheinen optimale Werte hier den Herstellern und den Kunden weniger
wichtig.
Videoprojektoren sollten grundsätzlich eine möglichst homogene
Verteilung der unterschiedlichen Helligkeits- (IRE) Level aufweisen. Je
genauer die Kurve, desto akkurater ist die Helligkeitsdarstellung. Bei
ungenauer Gammaeinstellung werden unter Umständen gewisse Bildbereiche
zu sehr aufgehellt oder abgedunkelt. Gerade bei Ein- und Ausblendungen
machen sich solche Fehler schnell im Film bemerkbar.
Nur in hellen Bereichen ab 80 IRE flacht die Kurve etwas ab, was zu minimal
kleineren Level-Unterschieden in hellen Bildbereichen führt.
Ein immer noch ungelöstes Problem der DLP Projektion ist die absolut
akkurate Darstellung von dunklen Grau- und Farbtönen. DLP Projektoren
erzeugen Helligkeitsabstufungen durch unterschiedliche Kippintervalle
der einzelnen Spiegel. Dadurch entsteht gerade in dunklen Farben (langsamere
Intervalle = dunkleres Licht) ein ungewolltes Farbrauschen. Weiter verstärkt
wird der Effekt bei bewegten Graustufen: Hier verliert das Bild an Helligkeitsauflösung
/ Abstufungen.
De-Interlacing Businessprojektoren dienen meist nur als große PC-Monitore. Daher
wird bei der Konstruktion kaum auf eine hochwertige Verarbeitung von Standardvideosignalen
(z.B. PAL 576 interlaced) geachtet.
Detailtreue / Skalierung Insgesamt bietet das Gerät eine sehr gute Skalierung und Detaildarstellung. In Verbindung mit einem Progressive Scan DVD Player werden hier optimale Ergebnisse erzielt.
Rainbow Effekt Ein ebenfalls sehr bekanntes Problem der DLP Projektion ist der sogenannte
Rainbow-Effekt. Durch die sequentielle (zeitlich versetzte) Darstellung
der Grundfarben zeigen sich, je nach Augen-Empfindlichkeit des Betrachters,
bunte Regenbogenfarben bei starken Weißkontrasten. Dies kann unter
Umständen, gerade in Actionfilmen stören und ermüdend wirken.
Fazit Bild
Home Theater PCs besitzen den Vorteil, dass sie durch eine native Ansteuerung
der Projektorauflösung die Bildqualität unter Umständen
deutlich steigern können. Dies liegt daran, dass ein guter HTPC die
Auflösung des Videobildes noch genauer umrechnen kann, als die interne
Elektronik des Projektors.
Ab einer Auflösung von XGA kann der Auflösungsgewinn von HDTV für das Auge sichtbar genutzt werden. Der Projektor verarbeitet über YUV auch HDTV Signale problemlos. Der horizontale Auflösungsgewinn von ca. 40% zusammen mit der besseren Farbauflösung sorgen für eine beindruckende Bildqualität, die DVD bereits in die Tasche steckt. Die Verwendung eines D-Theater Recorders ist damit sehr empfehlenswert.
Der Optoma EP 737 ist ein außergewöhnlich günstiger DLP
Projektor mit hoher XGA Auflösung. Zwar zeigt er einige Präsentationsprojektor-typische
Einsparungen ( Wenig Anschlüsse, mäßiges De-Interlacing),
doch in Verbindung mit einem Progressive Scan DVD Player liefert er sehr
gute Heimkinobilder, die in dieser Preisklasse sonst nicht zu finden sind.
Der gute Kontrast und die höhere Auflösung erzeugen hier im
Vergleich zu Einsteigergeräten deutliche Vorteile. Eine gute Verarbeitung
und ein ansprechendes Design runden den sehr guten Gesamteindruck ab.
Bewertung: + gute Bildeigenschaften - Spezialkabel für Bildanschluss nötig
Display: Resolution: Computer Compatibility: Video Compatibility: Aspect Ratio: Contrast Ratio (Typical): Displayable Colors: Brightness (Typical): Projection Method: Projection Lens: Throw Ratio: Projection Screen Size (Diagonal): Projection Distance: Horizontal Scan Rate: Vertical Refresh Scan Rate: Lamp Type: Lamp Life: Keystone Correction: Audio: Weight: Dimension: Remote Mouse Control: Power Supply: Power Consumption: Operation Temperature: Noise Level (Typical): Uniformity: I/O Connectors: Warranty: Standard Accessories: Optional Accessories: |
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