| Review: Peter Finzel Test Disc S.E. |
| Kalibrierungs-Kurs zum fairen Preis |
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Eine korrekte Kalibrierung der Heimkinokette ist, wie in vielen unseren
Testberichten und Know How Texten stets erläutert, sehr wichtig,
um eine möglichst akkurate Reproduktion des Film-Originals in den
eigenen vier Wänden zu gewährleisten. Lieferumfang
Die Peter Finzel Testdisk ist im Hauptmenu in verschiedene Kategorien
der Bildkalibrierung eingeteilt: "Einstellung", "Auflösung",
"Farbdecoder & Gamma", "Farben & Graustufen",
"Kontrast", "Messung", "Specials" und "De-Interlacer".
Durch diese gute Gliederung "erreicht" man schnell und gezielt
die gewünschten Testbilder.
Die Rubriken im Einzelnen: 1. Einstellung 1.1 Geometrie-Kombinationstestbild 4:3
Ein vielseitiges Testbild, dass u.a. durch geometrische Muster wie Quadrate
und Kreise aufzeigt, ob die Proportionen und Linearitätseinstellungen
eines Displays stimmen. Kleinere Details erlauben erste Aussagen über
Detailauflösung und Skalierung. 1.2 Pluge Pattern
Ein beliebtes Testbild, dass eine punktgenaue Anpassung des Schwarzpegels
ermöglicht. 1.3 Grautreppe gegenläufig
Ermöglicht die Beurteilung des Kontrastverhältnisses, der Durchzeichnung
und einer homogenen Farbtemperatur. 1.4 Needles, Pulses and Steps
Erlaubt weitere Kontrast und Schwarzwerteinstellungen. Ferner kann das
Hochspannungsnetzteil von Röhrengeräten überprüft
werden.
2.1 Kombitestbild 16:9
Gleiches Testbild wie unter 1.1 beschrieben, diesmal im 16:9 Format 2.2 Horizontaler Burst
Zeigt verschiedene Horizontal-Auflösungen, eingeteilt in verschiedene
MHz Stufen, angefangen bei 0,5 MHz bis hin zu 6,75MHz (Maximal-Auflösung
der DVD). Hier lässt sich die Genauigkeit der zu testenden Geräten
überprüfen. "Verwischen" bzw. Doppelkonturen bedeuten
fehlerhafte Detaildarstellung. 2.3 Horizontaler Farbburst
Ähnlich wie "horizontaler Burst", allerdings farbig. Da
durch die 4:2:0 Kodierung von DVDs die Farbauflösung nur die Hälfte
der Helligkeitsauflösung beträgt, ist hier der maximale Auflösung
3,475 MHz. 2.4 Vertikaler Burst
Ein praktisches aber seltenes Testbild, dass die vertikalen Auflösungsqualitäten
aufzeigt. Je besser das Gerät, desto präziser und klarer erscheinen
die einzelnen Zeilen, 576 TV-Lines stellt das Maximum von PAL-DVDs dar. 3. Farbdecoder und Gamma 3.1 Gammatestbild
Testbild zur Kalibrierung der Helligkeitsverteilung (korrekte Graulevel).
Da auf Messgeräte verzichtet werden soll, sind die Referenzwerte
durch feine Schwarz/Weißmuster dargestellt. Die Kalibrierung erfordert
viel Geduld und ist nicht auf jedem Gerät akkurat möglich. 3.2 Farbdekodertest
Dekoder & Y-Delay : Testbilder zur Überprüfung der internen
Signal .-> RGB Wandlung des Bildausgabegerätes und der Luminanz
/ Chroma Konvergenz (Y-Delay). 3.3 Filtertestbilder
Mit Hilfe des beiliegenden Blaufilters kann hier die Farbsättigung
optimiert werden. Betrachtet durch den Farbfilter sollten alle Bereiche
gleich hell erscheinen. 3.4 Siemensstern
Geometrisches Testmuster, bei dem nur die Chroma-Signale zum Einsatz
kommen. Hier lässt sich die Genauigkeit des "Chroma-Upsamplings"
von DVD-Playern testen. Auch der bekannte "Chroma Upsampling Error"
kann hier, wenn auch nicht in allem Umfang, verifiziert werden. 4. Farben und Graustufen 4.1 Grundfarben Vollbild
Sequentielle, bildfüllende Darstellung der Grundfarben Rot, Grün
und Blau mit abschließendem Weißbild. Mit Hilfe von Sensoren
und Software lässt sich so der Farbumfang eines Projektors messen. 4.2 Graustufen Vollbild
Sequentielle, bildfüllende Darstellung verschiedener Helligkeitslevel
(Graustufen), angefangen bei 0 IRE (Schwarz) bis hin zu 100 IRE (Weiß)
in 10er Schritten. 4.3 Grundfarben Fenster
Wie "Grundfarben Vollbild", jedoch erfolgt die Anzeige nur
in einem kleinen Fenster in der Mitte des Bildes. Damit wird Restlicht
bei der Messung minimiert und künstlichem "Herunterregeln"
von hellen Vollbildflächen bei Plasma Displays und Röhrengeräten
vorgebeugt. 4.4 Graustufen Fenster
Wie "Graustufen Vollbild", jedoch erfolgt die Anzeige nur in
einem kleinen Fenster in der Mitte des Bildes. Damit wird Restlicht bei
der Messung minimiert und künstlichem "Herunterregeln"
von hellen Vollbildflächen bei Plasma Displays und Röhrengeräten
vorgebeugt. 5. Kontrast 5.1 Kontrast On / Off Sequentielle Darstellung von "Schwarz" (0 IRE) und "Weiß"
(100 IRE). Gemessen wird mittels Sensors die Leuchtstärke von Weiß
und die von Schwarz. Das gemessene Kontrastverhältnis gibt an, um
welchen Faktor Weiß heller ist als Schwarz. Je höher das Verhältnis,
desto mehr Kontrast und Dynamik im Bild. 5.2 Kontrast On / Off markiert
Wie "Kontrast On / Off", nur mit Markierungen zur Sensor-Positionierung. 5.3 Kontrasttestbild
Schachbrett Muster mit schwarzen und weißen Teilflächen. Hier
wird der "reale" Kontrast unter Berücksichtigung von Streulicht
im Lichtweg gemessen. 5.4 Fenster & Grautreppen
Weitere Testbilder, mit denen sich Kontrast, Helligkeitsverteilung und
Farbtemperatur abschätzen lassen. 6. Messung 6.1 Horizontaler Burst
Wie unter 2. (Auflösung), jedoch "unlabeled". Mit einem
Oszilloskop lassen sich hier die Signalpegel und Videofiltereigenschaften
im Verhältnis zur Auflösung messen. 6.2 Farbburst
Wie unter 2.3 , jedoch unlabeled.
Beim Sweep - Testbild erhöhen sich die Frequenzgänge nicht
in 0,5MHz Schritten, sondern kontinuierlich. 6.4 PixelCropping
Die maximale Auflösung von DVDs beträgt 720 x 576 Pixel. Damit
auch das gesamte Bild "ankommt", darf der DVD-Player nichts
abschneiden. Bei diesem Testbild kann man leicht ablesen, wie viel Pixel
oben, unten links und rechts "unterschlagen" werden. 7. Specials 7.1 False Contour
Eine besonders bei DLP-Projektoren und Plasmadisplays nützliche
Testsequenz. Da bei diesen Techniken Helligkeitsabstufungen durch Lichtintervalle
erzeugt werden, entstehen bei bewegten Konturen leicht ungewollte "Störungen",
die zu Dynamikreduktion führen. Durch bewegte Grauabstufungen lassen
sich solche Defizite erkennen. 7.2 Gitter mit Markierungen
Statisches Testbild, das die gängigen Filmformate (1,78:1 ; 1,85:1
, 2,35:1) durch Randmarkierungen anzeigt. 7.3 "24 Frame" Pendel
Testsequenz die die Beurteilung von De-Interlacing und Projektionsspezifischen
Artefakten vereinfacht. 7.4 100 Hz Test
Die Testsequenz zeigt verschieden schnelle Lauftexte. Hier werden eventuelle
Defizite durch De-Interlacing, unterschiedliche Phosphorleuchtzeiten,
Trägheit von LC-Displays etc. deutlich. 8. De-Interlacing 8.1 Filmmode
Mehrstufige Testsequenz, die die De-Interlacing Eigenschaften bei Filmmaterial
(24 bzw. 25 Vollbilder / sec) überprüft. 8.2 Progressiv
Testsequenz, bei der die DVD Zusatzinformationen ("Flags")
auf "progressive" gesetzt wurden. 8.3 Interlaced Selbe Testsequenz wie 8.2, jedoch mit auf "interlaced" gesetzten
Flags. Einfache DVD Player, die sich nur an den Flags orientieren, erzeugen
hier Detailverlust und Kantenflimmern. 8.4 Kameramode
Bildmaterial, dass im sogenannten Videomodus aufgenommen wurde. Hier
stellt jedes Halbbild eine eigene Momentaufnahme dar. Mit Hilfe der Testsequenz
kann man die Interpolationsqualität von Progressive Scan Player bzw.
Display / Projektor beurteilen. Die Peter Finzel Test Disk ist offiziell zu "Colorfacts" kompatibel. Hierbei handelt es sich um ein professionelles Kalibrierungsprogramm aus den USA, mit dessen Hilfe eine detaillierte Bildanalyse und Kalibrierung durchgeführt werden kann. Im Handbuch wird an entsprechenden Stellen ausgiebig auf die Funktionsweise
eingegangen. Fazit E. Schmitt |