LCD-Projektor: HC-5000
Mitsubishi macht den 1080p-Traum wahr...

Eines der IFA-Higlights 2006
Detaillierte Infos zum kommenden Full-HD Projektor!

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Nun sind es nur noch anderthalb Wochen bis zur Europa-Premiere des Mitsubishi HC5000 auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin. Als einer der ersten Modelle überhaupt wird das neue LCD Flaggschiff mit einem fairen Preis den Heimkinoeinstieg in die FullHD-Welt kostengünstig ermöglichen. Wir geben an dieser Stelle einen ersten technischen Überblick:

Bei vielen Heimkinofreunden galt die LCD-Technologie bislang als die preiswertere aber auch technisch unterlegene Variante gegenüber der DLP- bzw. LCOS Projektionstechnik. Dies könnte sich dieses Jahr ändern, denn die LCD-Technik entwickelt sich mit großen Schritten voran, typische Nachteile werden verbessert und die Aufösung auf Full-HD (1920x1080) angehoben. Am Beispiel des kommenden HC5000 lässt sich dies gut beobachten:

Wie beim Foto oben zu erkennen, verändern sich die LCD-Projektoren auch äußerlich, weg von flexiblen aber einfachen Chassis, hin zu nobler Verarbeitung mit Aufstellungsluxus. Die Maße von 33,4cm x 35,5cm bei rund 5kg Gewicht belegen dies ebenso, wie die edle Glasoptik, die sowohl motorischen Lensshift als auch motorischen Zoom & Fokus aufweist.


Bei Nichtgebrauch kann die hochwertige Optik durch eine praktische magnetische
Staubschutzkappe abgedeckt werden.


Bei den Anschlüssen zeigten sich die Konstrukteure ebenfalls sehr spendabel, wie andere Modelle gehobener Klasse bietet auch der HC5000 gleich zwei Digitaleingänge. Sehr lobenswert: Der Anwender hat die Auswahl zwischen DVI und HDMI (beide mit HDCP Unterstützung).


Das Anschlussboard des HC5000

Zusätzlich verbleiben die klassischen Anschlüsse wie Composite (Cinch), Komponente (YPbPr), Computer (SubD) und S-Video (Hosiden).


Der Lensshift ist vertikal LCD-typisch großzügig (75%), so dass der Projektor auf nahezu jede Raum- & Leinwandhöhe angepasst werden kann. Horizontal ist der Spielraum geringer, gerade einmal 5% Ausgleich ist hier möglich. Der Grund für diesen Unterschied gegenüber herkömmlichen LCD-Modellen ist einfach: Bildqualität! Die FullHD 1080p Projektion setzt in Sachen Bildschärfe sehr hohe Anforderungen an die Optik, schließlich soll der Mehrgewinn an Auflösung auch auf der Leinwand ankommen.


Die Optik besteht aus über einem Dutzend Vollglas-Elementen

Dazu wurde eine komplett neue optische Engine mit ebenfalls hochwertiger Glasoptik konstruiert. Ein zu großer horizontaler Lensshift hätte einen unvermeidbaren Schärfeverlust bedeutet, so wurde auf ihn verzichtet.


Lensshift-Spielraum des HC5000


Große Flexibilität wurde beim Zoom beibehalten, er fällt LCD-gewohnt groß aus, vergleichbar mit dem eines Hitachi PJ-TX200. Mit all diesen Merkmalen verbindet der HC5000 Aufstellungsflexibilität mit Komfort, wie sonst nur High-End Projektoren sehr viel höherer Preisklassen.

 

Neben der aufwändigen Optik hat der Projektor auch technisch einiges Neues zu bieten. Von besonderem Interesse sind hier die neuen D6 "C2fine" LCD-Panels, zu denen es in der Vergangeheit schon einige Details zu lesen gab. Neben der Auflösungserhöhung auf volle 1920 x 1080 Pixeln bieten sie auch einen anderen technischen Aufbau, der die bekannten typischen LCD-Artefakte vermindern soll.


C2fine Panel

Hauptkritikpunkt bzgl. LCD-Panels war stets der organische Aufbau, der sowohl Risiken in Panelalterung als auch den störenden typischen VerticalBanding Effekt aufgrund der Produktion aufwies. Dies hat sich mit den C2fine Panels geändert. Sie verwenden einen anorganischen Film, der ein Bild frei von störendem Vertical Banding ermöglichen soll, und das bei einer deutlich gesteigerten Lebensdauer. Wer die D-ILA Technologie von JVC kennt, weiß, dass dies mit anorganischen LCDs durchaus möglich ist und tendiert dazu, diese vielversprechenden Ankündigungen zu glauben, zumal die Flüssigkeitskristalle, wie bei LCOS, nun ebenfalls vertikal angeordnet sind und bei Nichtansteuerung "Schwarz" bleiben. Licht auf der Leinwand kommt erst bei der Ansteuerung ins Spiel.


Oben: Die Kristalle sind ohne Spannung vertikal orientiert, das Bild bleibt Schwarz.
Unten: Mit Spannung werden die Kristalle gekippt, das Bild wird Weiß.

Diese Umkehrung des bisherigen Prinzips bietet zudem noch weitere Vorteile: Der Schwarzwert und damit der Kontrast werden erhöht und die Gefahr leuchtender Pixelfehler ist deutlich vermindert. Sollte einmal ein Pixel ausgefallen sein, so ist die Wahscheinlichkeit, dass er schwarz (und damit nicht störend) bleibt, höher, als dass er farbig leuchtet.

Eine weitere Maßnahme zur artefaktfreien Projektion ist die "D6-Hybrid-Driving" Technologie. Bei ihr wurde der LCD-Analogtreiber im Flachbandkabel in direkter Nähe zum LCD-Panel integriert, um so kurze Wege und eine genauere Ansteurung zu ermöglichen. Es zeigt sich, dass die Konstrukteure diesmal "Nägel mit Köpfen" gemacht haben und die früher immer störenden Nebeneffekte der Technik adressiert haben.


Ein weiteres heikles Thema ist die Verstaubung von LCD-Projektoren. Auch hier haben sich die Ingenieure Mühe gegeben, Probleme zu vermeiden. Die optische Engine verfügt über eine spezielle Staubversiegelung, die störende Ablagerungen verhindern soll.


Optische Engine mit Staubschutz



Bei LCD-Beamern mittlerweile Standard (und bei DLP Projektoren im Kommen) ist eine adaptive Iris-Blende. Spätestens seit dem Sony VPL-VW100 (Ruby) ist es bekannt, dass eine solche Blende, wenn sie richtig und effektiv programmiert wird, dem Bild durchaus zuträglich sein kann.


Die Blende des HC5000

Die adaptive Blende des HC5000 ähnelt in ihrem Aufbau der des Sanyo PLV-Z4, wir bleiben gespannt, wie unauffällig und effektiv diese Blende arbeitet, maximal 10,000:1 Kontrast soll der Projektor mit ihr erreichen (nativ 2000:1).


Auch mit der Lichtquelle möchte man neue Standards setzen: Das Lampenmodul wird optimal gekühlt (und das bei einem Mindest-Lautstärke-Rekord von 19dB!) und erreicht so eine maximale Lebensdauer von bis zu 5000 Stunden.

 

Neben der nativen Auflösung des Panels ist bei einem Full-HD Projektor die Signalverarbeitung ein mindestens ebenso wichtiges Gebiet. Nur wenn sie auf höchstem Niveau arbeitet, kann die hohe Auflösung des Quellmaterials auch adäquat auf der Leinwand umgesetzt werden. Hier hat Mitsubishi ebenfalls kompromisslos auf Qualität und damit auf einen derzeitigen Marktführer gesetzt: Silicon Optix mit HQV Technologie.


Die hierbei verwendete "Reon-VX" Chipvariante ermöglicht die gewohnte Realta HQV Qualtität zu einem köstengünstigen Preis, sie wurde erst vor kurzem öffentlich angekündigt. Zu ihren wesentlichen Features gehören:

- MAVP (Motion Adaptive Video Processing) / FOUR-FIELD PER-PIXEL SD/HD DEINTERLACING
- SD/HD FILM CADENCE PROCESSING FOR 3:2 AND 2:2 CADENCES
- SD/HD MULTI-DIRECTION DIAGONAL FILTER (MDDF)
- SD/HD DETAIL ENHANCEMENT
- COLOR SPECTRUM CONTROL
- FULL 10-bit 4:4:4 SCALING

Die HQV-Technologie wurde bisher nur in höchstwertigen Komponenten eingesetzt und sorgte hier stets für Begeisterung bei Heimkinofans. Ihr Einsatz verspricht viel Gutes für den kommenden Mitsubishi 1080p Projektor.

 

Anhand dieser ersten technischen Details wird schnell deutlich, was für ein großes Potenzial der kommende HC5000 Projektor für Heimkinofans aus aller Welt hat: Er verbindet einen hochwertigen optischen Aufbau mit neuester und komplett überarbeiteter LCD-Technologie sowe First-Class Signalverarbeitung. In Anbetracht des voraussichtlich fairen Preises ist dies ein verblüffendes Paket, auf dessen Bildeigenschaften wir uns (und viele unserer Leser) schon mehr als freuen - hochwertige 1080p Projektion muss kein Vermögen kosten...

03. August, 2006, Cine4Home


Abschließend der erste (vorläufige!) technische Überblick (Änderungen noch vorbehalten!!!):

Neue Daten!!! Mit nur 19dB bricht der HC5000 erstmals eine neue Leise-Grenze und wird zu dem leisesten Projektor auf dem Markt.

 

Technologie: 3 x 0,74“ LCD (mit Micro-Lens-Technologie)

Auflösung/Pixelanzahl: 1.920 x 1.080 (gesamt: 2.073.600 Pixel)

Bildhelligkeit: 1.000 ANSI Lumen

Kontrast: 10.000:1 mit automatischer IRIS-Funktion

Vertikalfrequenz (V-Sync): 50–120 Hz

Horizontalfrequenz (H-Sync): 15–100 kHz

Projektionslampe: 160 W

Lampenlebensdauer: ca. 5.000 Stunden (Low Mode)

Objektiv: F/1,8-2,3, f = 24-38 mm

Projektionsverhältnis: 1,4-2,3:1

Fokus/Zoom: motorischer Fokus und Zoom (Zoom-Verhältnis: 1,6:1)

Bilddiagonale: 1,02–7,62 m

Lüftergeräusch: 19 dB (Low Mode)

PC-Kompatibilität: 640 x 480 bis 1.920 x 1.080 Pixel, Sync auf Grün möglich

Video-Kompatibilität: NTSC/NTSC 4.43, PAL (inkl. PAL-M, N), PAL-60, SECAM, Video Komp.: 480 i/p (525 i/p), 576 i/p (625 i/p), 720 p (750 p 50/60 Hz), 1.080 i (1.125 i 50/60 Hz), 1.080 p (1.125 p 50/60 Hz), SCART (RGB+1 V-Sync)

Funktionen/Besonderheiten: automatische IRIS-Funktion, motorisierte Lens-Shift Funktion (horizontal und vertikal), digitale Trapezkorrektur (horizontal und vertikal), 3D Y/C digital Comb Filter, 3D Noise Reduction, 3D Color Uniformity Correction, AV Memory-Funktion, 10-Bit-Signalverarbeitung, einstellbare Gammafunktion, selektierbare Bildformate (WXGA, 720 p, XGA, Cinemascope), 10-sprachiges OSD, PIN-Code-Schutz (Menüeinstellungen), Seitenzugriff auf Lampe, Sicherheitsverankerung

Eingänge: PC (RGB): 1 x Mini-D-Sub 15-polig, 1 x DVI-D (mit HDCP)

Video: 1 x HDMI, 1 x RCA, 1 x S-Video, 1 x RCA (Y, PB, PR)

Ausgänge: 12 V Trigger Out, 1 x Stereo-Mini-Klinke (ø 3,5 mm)

Kommunikationsschnittstellen: RS-232C (8-polig), 1 x D-Sub 9-polig

Fernbedienung: Komplettbedienung des Projektors, hintergrundbeleuchtet, direkte Funktion mit AV Memory

Maße (B x H x T): 334 x 125 x 352 mm (exkl. Standfüße)

Gewicht: 5,9 kg

Leistungsaufnahme: 250 W

Spannung: AC 100–240 V, 50/60 Hz

Mitgeliefertes Zubehör: Kabelsatz, Fernbedienung (inkl. Batterie), Sicherheitshinweise (inkl. Kurzbedienungsanleitung), mehrsprachige Bedienungsanleitung (auf CD-ROM)

 

 

 


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