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Auflösungs- und Skalierungsanforderungen an Projektoren und Plasma TVs |
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| Zwei wesentliche Qualitätsmerkmale von Plasmafernsehern und Projektoren | ||||||||||||||||||||
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Ein Videobild setzt sich, wie ein Computerbild,
aus vielen kleinen Punkten, den sogenannten Pixeln, zusammen. Aus dem
Computerbereich ist bekannt, dass sich durch höhere Auflösungen wesentlich
mehr Details und dadurch qualitativ bessere Grafiken ergeben. Störende
Treppeneffekte (Aliasing) werden deutlich vermindert, je nach Auflösung
bis zur Unsichtbarkeit. Gerade durch den neuen Bereich der Digitalfotografie
ist die Wichtigkeit hoher Auflösungen deutlich geworden. Kaum ein Hersteller,
der nicht mit der enorm hohen Auflösung seiner Digitalkameras wirbt, um
die mögliche Bildqualiät der Fotos zu unterstreichen.
Das Bildsignal ist von dem verwendeten Videostandard und dem Bildträger/Bildausgabegerät abhängig.
In Deutschland und Europa hat sich das PAL System durchgesetzt (siehe Lexikon). PAL unterstützt eine Auflösung von 625 Bildzeilen bei 25 Bildern (Frames) im Zeilensprungverfahren (siehe Lexikon). Das Bildformat ist 4:3 (1,33:1) . Da die meisten Spielfilme nicht im Seitenverhältnis (siehe Lexikon) von 1,33:1 sondern eher in 1,66:1 , 1,85:1 und 2,35:1 gedreht werden, kann, durch eine sogenannte anamorphe Aufzeichnung, die volle PAL Auflösung in einem kinonahen Bildformat von 16:9 (1,77:1) ausgenutzt werden. Im Fernsehbereich ist dieses Seitenverhältnis bereits weit verbreitet. Die bestmögliche Auflösung eines Kinofilmes, die mit dem PAL Systems möglich ist, sind also 625 Bildzeilen im Bildformat 1,77:1.
Die allseits beliebte und immer mehr verbreitete
DVD ist derzeit hierzulande das beste Bildmedium für die Wiedergabe von
Videomaterial. Sie unterstützt eine Auflösung von 720x576 Bildpunkten.
Um die Auflösung und damit die Bildqualität zu steigern, gibt es ferner
den noch inoffiziellen „PAL Progressive Standard“, der eine Auflösung
von 720x576 bei 50 Bildern pro Sekunde (50Hz) ohne Zeilensprungverfahren
ermöglicht. Dies bewirkt eine deutlich gesteigerte Bildruhe.
Oben angeführte Auflösungen entprechen der maximalen DVD Auflösung. Tatsächlich gibt es jedoch Richtlinien, die nur einen gewissen Bildbereich als sichtbaren Bereich ausweisen. Der Bildbereich ausserhalb wird als Overscan Bereich bezeichnet. Hier können Zusatzsignale wie z.B. Videotext versteckt sein. Der DVD Standard nutzt aber dennoch fast ausschliesslich den vollen Overscanbereich auch zur Darstellung von Bildinformationen. Es gilt daher: Je größer der dargestellte Overscanbereich des Bildausgabegerätes, desto mehr Bildinformationen/Auflösung. Der manchmal "verlorene" Overscanbereich mit Bildinformationen
Doch wie sollte die Auflösung des Projektors
nun sein, um eine maximale Bildqualität zu erzielen? Diese Frage ist recht
komplex und nicht so schnell zu beantworten. Wie oben erläutert, ist die
derzeit maximale Auflösung des Bildträgers, sprich DVD, 720x576 Pixel.
Unabhängig von dem Videosignal ist die Größe
der einzelnen Pixel des projizierten Bildes direkt abhängig von der Auflösung.
Wie bei einem Computermonitor sind die einzelnen Pixel blei gleichbleibender
Bildgröße bei niedriger Auflösung größer als bei einer hohen Auflösung.
Je nach Bildgröße sind sie bei zu geringem Betrachtungsabstand einzeln
von dem menschlichen Auge auszumachen.
Es gilt: Je höher die Auflösung eines Digital-Projektors, desto kleiner die Pixel und desto kleiner der Pixelabstand und damit der Screendooreffekt. Bei sehr hoher Auflösung kann der Betrachtungsabstand reduziert werden.
Viele Projektoren richten sich im Seitenverhältnis
nach dem gängigen Fernseh- bzw. Computervideoformat: 4:3. Die Bildbreite
beträgt also das 1,33 fache der Bildhöhe.
Projektoren älteren Semesters unterstützen lediglich die VGA Auflösung. VGA entspricht 640x480 Bildpunkten. Man sieht auf den ersten Blick, dass diese Auflösung nicht reicht, um die volle PAL Auflösung auszunutzen. VGA Projektoren müssen das Bildsignal in der Auflösung reduzieren, was natürlich einen direkten Qualitätsverlust zur Folge hat. Projektoren mit VGA Auflösung sind daher für das Heimkino nicht zu empfehlen.
Die Nächsthöhere ist die SVGA Auflösung mit
800x600 Bildpunkten. Auf den ersten Blick sieht diese Auflösung ausreichend
aus, um PAL DVDs wiederzugeben. Im 4:3 Format mag dies auch stimmen, doch,
wie oben bereits erläutert, sind nahezu alle Spielfilme im 16:9 Format
anamorph in 720x576 aufgezeichnet. Das SVGA Format ist jedoch ein 4:3
Format, in 16:9 bleibt ein Teil des Bildes ungenutzt (die Letterboxstreifen
oben und unten). Im 16:9 Bereich eines SVGA Projektors können somit nur
450 Zeilen ausgenutzt werden, die Auflösung in 16:9 beträgt nur 800x450.
Man verschenkt somit 126 Zeilen, die durch den Projektor oder DVD Player
herausgerechnet werden: Die Bildqualität wird beeinträchtigt.
XGA, mit einer Auflösung von 1024x768 Bildpunkten,
ist auch für anamorph aufgezeichnete DVDs geeignet. Die Auflösung im 16:9
Bereich beträgt hier 1024x576. Vertikal entspricht dies genau der DVD,
horizontal ist hier die mögliche Auflösung sogar deutlich höher.
Einige wenige Digital-Projektoren der höheren Preisklassen verfügen über noch höhere Auflösungen wie z.B 1360x1024 Bildpunkte. Diese Auflösungen liegen deutlich über der des PAL Standards und können die Bildqualität trotz der Limitation des Videosignals nocheinmal steigern (siehe unter Skalierung). Auch sind sie für eventuell kommende Standards wie HDTV bereits geeignet.
Auf dem Fernsehmarkt haben sich neben den
herkömmlichen 4:3 Geräten in den letzten Jahren auch Geräte im 16:9 Format
durchgesetzt. Diese bieten, wie oben erläutert, den Vorteil, dass sie
im Spielfilmformat die volle PAL-Auflösung nutzen können.
Wie oben beschrieben beträgt die vertikale DVD-Progressive Auflösung 576 Zeilen. Ein Plasma oder Projektor sollte daher mindestens eine vertikale Auflösung von 576 Zeilen aufweisen. Manche Geräte kommen auch mit etwas weniger Auflösung aus, indem sie einfach einen Teil des Overscan Bereichs (siehe oben) weglassen. Sie unterstützen damit sozusagen noch die volle Auflösung des PAL Mindestbereichs. Ein Kompromiss, der je nach Modell akzeptabel ist.
Die Mindestanfordering an die Horizontale Auflösung ist vom Bildformat abhängig. Wie oben beschrieben, beträgt die horizonatale Auflösung 720 Bildpunkte. Die minimale horizontale Auflösung sollte demnach 720 Punkte betragen. Dies gewährleistet die volle Auflösungsausnutzung bei Videosignalen im 16:9 Format. Bei der Wiedergabe von 4:3 Bildmaterial bleibt jedoch ein Teil der Bildpunkte des 16:9 Projektors/Plasmas durch das andere Format ungenutzt. Ein 16:9 Plasma mit einer horizonatalen Auflösung von z.B. 720 Bildpunkten verfügt im 4:3 Bereich daher nur über eine Auflösung von 540 Bildpunkten, 180 zu wenig um im 4:3 Format die volle Auflösung zu nutzen. Um auch im 4:3 Bereich die volle horizontale DVD Auflösung zu nutzen, wäre hier eine horizontale Mindestauflösung von 960 Bildpunkten notwendig. Man sollte sich daher vor dem Kauf überlegen, ob man nur Spielfilme über den Projektor/Plasmabildschirm sehen will, oder auch öfter Bildmaterial in 4:3 (z.B. Sportübertragungen) und wenn ja, ob hier die eigenen Qualitätsansprüche genauso hoch sind wie bei Spielfilmen.
Wer nur auf Spielfilme wert legt, dem reicht
eine Auflösung von ca. 720x576 Bildpunkten.
Projektoren und Plasmafernseher entsprechen
nur selten in ihrer nativen Auflösung genau der des DVD Standards. Die
Auflösung des Bildmaterials muss daher auf die Auflösung des Projektors
umgerechnet (skaliert) werden. Computernutzer haben diesen Vorgang bestimmt
schon einmal beobachten können: Betrachtet man ein Computer-Bild oder
Foto, das in einer bestimmten Auflösung gemacht wurde (z.B. 800x600),
auf einer eingestellten Auflösung von z.B. 1024x768, so ist dieses Foto
nicht bildschirmfüllend, d.h. man hat rundherum einen schwarzen Rahmen.
Möchte man nun das Bild formatfüllend darstellen (fit to screen), so rechnet
(skaliert) der Computer in unserem Beispiel die 800x600 Pixel des Bildes
auf 1024x768 Pixel um. Er muss 224 Bildpunkte in der Horizontalen und
168 Punkte in der Vertikalen hinzufügen, ohne die Proportionen des Bildes
zu verändern. Genauso muss ein Plasma / Projektor das Videosignal auf
seine native Darstellungsauflösung umrechnen, 50 mal pro Sekunde, für
jedes einzelne Bild des Filmes.
Die Skalierung eines Plasmas/Projektors
ist daher ein auschlaggebendes Qualitätsmerkmal, über das man sich vor
dem Kauf informieren sollte. Gerade im unteren Preissegment wird hier
oft gespart. Cine4Home wird in künftigen Tests stets auf dieses Merkmal
eingehen.
Geht man nun näher an die Leinwand heran, sieht man die Pixelstruktur durch die eingeschränkte Auflösung:
Durch Interpolation kann die höhere Auflösung eine Projektors dazu benutzt werden, das Bild von digital wirkenden Treppenstufen zu befreien.Dies bezeichnet man als „Anti-Aliasing“:
Hier noch einmal ein Farbbeispiel:
Die Oberkante der Burg wirkt runder, die Gebäudestrukturen
differenzierter und die Blätter rechts im Vordergrund wesentlich plastischer.
Röhrenprojektoren haben, bedingt durch ihre
fernsehverwandte Technik, keine feste native Auflösung wie Digitalprojektoren/Plasmabildschirme.
Sie geben stets genau die Auflösung 1:1 aus, die eingespeist wird. Auch
oben beschriebener Screendooreffekt ist bei Röhrenprojektoren nicht existent.
Die einzelnen Pixel reihen sich ohne Abstand aneinander. Allerdings ist
auch bei Projektoren dieser Gattung die Auflösung duch die verwendete
Röhrengröße und Phosphorschicht limitiert. Standard Röhrenprojektoren
mit 7“ Röhren sollten in einer Auflösung, die der des DVD Standards entspricht,
verwendet werden. Zwar stellen sie auch höhere Auflösungen dar, doch leidet
die Schärfe. Daher reicht für Standard Geräte oft ein guter Progressive
Scan DVD-Player ohne externen Scaler. Für die Darstellung von Fernsehkanälen
empfiehlt sich ein Linedoubler.
Für eine 1:1 Darstellung des DVD Signals reicht
eine Auflösung um 720x576 Pixeln. Je genauer der Plasma/Projektor hier
an der Auflösung liegt, desto weniger muss er skalieren.
Skaliert ein Plasma (Projektor) intern ein
Bildsignal nur unbefriedigend um, so kann ein externer Scaler Abhilfe
schaffen. E. Schmitt |
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