| Cine4Home-Tuning: Sanyo PLV-Z4 | ||||||||||||||
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Kontraststeigerung
(bis zu 6800:1) bei akkuraten Farben und verbessertem Schwarzwert
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Der Projektor hat ein sehr hohes Bildpotenzial, in diesem Tuning-Special wollen wir untersuchen, inwieweit er sich in seiner Leistungsfähigkeit bis ans Limit steigern lässt, ohne Kompromisse in der Farbdarstellung eingehen zu müssen. Das Special stellt den Auftakt unserer neuen Tuning-Reihe dar, in Kürze folgen u.a. Hitachi TX200 und Mitsubishi HC3000.
Wie schon sein Vorgänger Z3 bietet der PLV-Z4 verschiedene Bildmodi, die auf unterschiedliche Anwendungen hin optimiert wurden. Für die Kinoanwendung besonders geeignet sind, wie unser Test gezeigt hat, die "KinoHell" und "Kino Authentisch" Modi.
Der KinoHell Modus zeigt eine gute Annäherung an die für die Einhaltung der Videonorm erforderlichen 6500K (D65) in Graustufen, wie im Diagramm oben zu erkennen ist. Es ist aber noch ein sichtbarer Blauüberschuss zu verzeichnen, der die Bilddarstellung etwas zu kühl erscheinen lässt.
In fast allen Helligkeitsbereichen erscheinen die Farben auf
der Leinwand annähernd so, wie es von den Machern der Filme beabsichtigt
wurde. Die Farbtemperatur liegt bei konstant 6500K in neutralen Graustufen: Mit akkuraten Farben weiß das Bild schon durchaus zu überzeugen. Und auch die Bildtiefe wirkt angenehm natürlich, dank einer guten Werksabstimmung der Helligkeits- (Gamma) Verteilung. Sie gewährleistet, dass alle Bildelemente genau die Helligkeit im Bild erhalten, die beabsichtigt wurde. Messtechnisch aufzeigen lässt sich die Helligkeitsverteilung durch die Gammakurve. Sie zeigt die tatsächliche Bildhelligkeit im Verhältnis zum Eingangs-Pegel. Durch die aktuellen Mastering-Standards im Heimvideo-Bereich ist ein Gammaanstieg von 2,2 bis 2,5 als optimal anzusehen (je nach Raumbegebenheiten).
Durch die Gamma-Einstellung des Bildmenüs kann zudem die Gammakurve
bei Bedarf auf steilere Werte (>2,2) eingestellt werden, um in optimierten
Heimkinoräumen einen subjektiv noch plastischeren Bildeindruck zu
vermitteln. Jedoch sollte man darauf achten, dass untere Helligkeiten nicht zu stark "versumpfen". In obigem kalibrierten Zustand erreicht ein PLV-Z4 einen durchschnittlichen Kontrast von rund 1500:1. Diese deutliche Steigerung von fast 50% gegenüber dem Vorgängermodell wird vor allem durch die adaptive Lichtblende erreicht, die die Lichtmenge an die jeweilige Bildszene anpasst. Bei gutem Schwarzwert erreicht so der Projektor eine Maximalhelligkeit, die auch helle Außenaufnahmen realistisch erscheinen lassen. Allerdings arbeitet die Blende leider nicht vollkommen "unsichtbar", in manchen Übergängen von Hell nach Dunkel oder umgekehrt kann man die Lichtmodulation im Bild erkennen. Wen dies zu sehr stört, der kann sie abstellen, dann behält der Z4 einen Kontrastverhältnis von 900:1 bis 1000:1 durchschnittlich.
Wie schon in unserem Test aufgezeigt, ist der PLV-Z4 tatsächlich in der Lage, deutlich gesteigerte Kontrastwerte von bis zu 7000:1 bei adaptiver Lichtblende zu erreichen. Und auch ohne Blende sind Werte bis zu 1400:1 möglich. Dies gelingt aber nur unter der Ausnutzung des gesamten Lampenhelligkeit und diese weist nach wie vor den UHP-typischen Rotmangel auf. Mit anderen Worten: Das Lampenlicht ist zu kühl, um bei voller Helligkeit akkurate Farben zu erzeugen.
Im Diagramm oben wird dies deutlich: Nutzt man das gesamte Kontrastpotenzial des Z4 aus, so ergibt sich ein deutlicher Blauüberschuss gepaart mit einem Rotmangel, der zu Weiß hin immer stärker wird. Eine adäquate Farbreproduktion des Kinofilms ist damit nicht möglich. Und auch die Helligkeitsverteilung gerät aus den Fugen: Statt einer gleichmäßigen 2.2 Kurve zeigt sich nun ein typisches S-Kurvenverhalten:
In obigen Beispielbildern sind die Verfremdungen deutlich zu erkennen: Durch die zu kühle Farbdarstellung verliert die Landschaft ihre Natürlichkeit, besonders im Himmel und an den Bäumen zu erkennen. Gleichzeitig zeigen die Wolken weniger Struktur, der Berg wirkt zudem im Verhältnis deutlich zu dunkel.
Im nächsten Schritt muss der inhomogene Farbverlauf digital per Bildmenü in jeder Graustufe auf die erforderliche D65-Farbnorm angepasst werden. Dies ist mit hoher Präzision wieder nur bei Verwendung von Messequipment möglich. Auch wird es bei hoher Kontrastausnutzung ungleich schwerer, alle Bildparameter zu koordinieren. Mit Geduld und Know-How ist es letztendlich möglich,
die akkurate Farbdarstellung zu rekonstruieren: ![]() Farbverlauf nach Kontrast-Optimierung
Obiges Diagramm zeigt den Gammaverlauf unseres getunten Testgerätes.
Mit einem Anstieg von 2,25 liegt sie gut im Optimal-Bereich. Ihr gleichmäßiger
Anstieg kann ohne Kompromisse erhalten bleiben. Das Bild wirkt homogen
ausgeleuchtet, keine Details verschwinden im Dunklen oder Hellen.
Nach dem kompletten Tuning messen wir ein maximales Kontrastverhältnis von rund 6800:1, dies entspricht verblüffend genau der Werksangabe. Erreicht wird dieser Kontrastwert mit Hilfe der variablen Iris-Blende. Sie ist nach wie vor abschaltbar. Bei abgeschaltetere Blende bleibt immerhin noch ein Kontrastverhältnis von rund 1450:1 bei unserem Testgerät übrig. Nach dem Tuning verfügt der Projektor demnach über das selbe Kontrastvervehältnis (bei korrekten Farben) ohne Einsatz der variablen Blende, wie vorher mit. Der Nutzer hat somit die Wahl zwischen hervorragendem Schwarzwert mit Blende und gutem Kontrast auch ganz ohne. Zudem verbleibt die Helligkeitsanpassung durch die variable Iris in der Optik (in 64 Stufen). Mit Ihr kann die Balance aus Schwarzwert und Maximalhelligkeit auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. - Maximaler Kontrast von 6800:1 mit adaptiver Blende
4. Bezugsquellen Das vorgestellte Tuning ist nur mit entsprechenden Messinstrumenten genau durchführbar. Erkundigen Sie sich daher in Ihrem Freundes / Händlerkreis, ob jemand über die entsprechenden Messverfahren verfügt.
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