| Projektor Tuning: Panasonic PT-AE 700 |
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Weltpremiere: LCD Heimkino Kontrast von 2000:1 bei perfekter Farbdarstellung! (Farboptimierung, Kontrastverdoppelung und verbesserter Schwarzwert) |
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Laut Hersteller wird dieser Kontrast im PT700 durch eine variable Iris-Blende erzielt, die sich blitzschnell in Echtzeit dem jeweiligen Bildinhalt anpasst. Dies ist eine neue Technik, die vorher noch in keinem Projektor verbaut wurde. Im Rahmen unseres Tuning-Services haben wir überprüft, welches Ergebnis tatsächlich bei kompletter Optimierung mit dem neuen Panasonic-Beamer möglich ist:
Der PTAE700 bietet sieben verschiedene Bildmodi: "Normal", "Dynamic", "Natural", "Cinema1", "Cinema2", "Cinema3" und "Video". Sie alle bieten unterschiedliche Bildeinstellungen, die für die verschiedensten Anwendungen geeignet sein sollen. In der DVD-Filmprojektion sind eine akkurate Farbdarstellung und Helligkeitsverteilung im Bild besonders wichtig. Hierfür ist der "Cinema1" Modus bereits gut geeignet. In unserer Analyse hat sich allerdings gezeigt, dass der "Natural"-Modus in Verbindung mit der Farbtemperatur-Einstellung "-1" eine noch bessere Annäherung an die erforderliche Videonorm erreicht: Im obigen Diagramm ist erkennbar, dass die Grundfarbenmischung in Graustufen gut abgestimmt ist und eine gute Annäherung an die 6500K-Norm bietet. Im Bild bedeutet das, dass alle Farben nahezu so dargestellt werden, wie es beim DVD-Mastering beabsichtigt wurde und so die Heimkino-Reproduktion dem Kino-Original sehr nahe kommt. Mit ein wenig Geduld und Nachkalibrierung per Messinstrumente lässt sich die Farbdarstellung perfektionieren: Nach der Kalibrierung ist die Farbdarstellung des PT-AE700 nahezu perfekt. Die Videonorm von 6500K wird punktgenau eingehalten und die Farben erscheinen im Bild genau so, wie sie sein sollen.
Ebenso wichtig wie die Farbdarstellung ist die Helligkeitsverteilung
im Bild. Nur bei richtiger Gammaeinstellung erhalten alle Bildelemente
genau die Helligkeit, die beabsichtigt wurde. Messtechnisch aufzeigen
lässt sich die Helligkeitsverteilung durch die Gammakurve. Sie zeigt
die tatsächliche Bildhelligkeit im Verhältnis zur Eingangs-Spannung
des Y-Signals. Durch die aktuellen Mastering-Standards im Heimvideo-Bereich
ist ein Gammaanstieg von 2,2 bis 2,5 als optimal anzusehen (trotz mancher
SMPTE Norm nicht 2,8 !!). Der Gammaverlauf der "Natural"-Einstellung ist von Panasonic
bereits mit 2,28 sehr gut abgestimmt. Durch die weiterführenden Gammaparameter
kann der Anstieg bei Bedarf auf bis zu 2,4 erhöht werden. Im Bild bedeutet dies, dass der Dynamikbereich des Projektors gleichmäßig
genutzt wird. Kein Bildelement wirkt künstlich aufgehellt gegenüber
anderen, keine Details verschwinden im Dunklen oder wirken überstrahlt. Insgesamt kann der PTAE700 ohne viel Aufwand auf eine sehr gute Filmreproduktion
eingestellt werden. Das Bild ist farblich nahezu perfekt, der Schwarzwert
sehr gut und die Maximalhelligkeit auch für große Bildbreiten
geeignet. Bei obiger perfekter Abstimmung erreicht der Panasonic Neuling
ein stolzes Kontrastverhältnis von rund 950:1, deutlich mehr als
alle anderen LCD Projektoren dieser Preisklasse am Markt. Doch Panasonic verspricht in den technischen Daten das Doppelte, lässt
sich ein so hoher Kontrast realisieren, ohne Defizite in der Bilddarstellung
in Kauf zu nehmen?
2. Das Tuning Zunächst gilt es, denjenigen der sieben Bildmodi zu finden, der
tatsächlich den versprochenen Kontrastumfang von 2000:1 erreicht.
Nach zahlreichen Messungen haben wir ihn gefunden: Bei korrekter Anpassung
der Schwarz- und Weißpegel erreicht der "Video"-Modus
wirklich den versprochenen Kontrast, übertrifft ihn mit 2050:1 sogar
leicht. Wir waren hiervon wirklich überrascht, denn der Verdacht
lag nahe, dass die hohe Kontrastangabe nur ein "Marketing-Gag"
war. Doch Panasonic und die variable Iris halten in der Praxis das hochgesteckte
Versprechen. Im "Video" Modus erreicht der Projektor eine derart hohe Leuchtkraft,
dass auch bei einer Bildbreite von 2,7m das Bild noch gleißend hell
erscheint. Auch die Lumenangabe scheint sich hier zu bestätigen. Doch diese hohe Kontrastausnutzung hat einen Haken: Noch immer liefern
die im Heimkinobereich verwendeten UHP Lampen keinen ausreichenden Rotanteil,
um bei diesen Helligkeiten die erforderliche Farbtemperatur von 6500K
einzuhalten. Entsprechend "krumm" sieht der Farbverlauf des
Video-Modus aus:
Im Diagramm oben ist zu erkennen, dass in allen Helligkeitsbereichen zu viel Blau im Bild ist. Dieser Blauüberschuss wird mit einem Rotmangel von 50%(!) kombiniert. Die resultierende Farbtemperatur von durchschnittlich 10500K ist viel zu kühl:
Man erkennt im direkten Vergleich, wie die Bilddarstellung verfremdet wird und nicht mehr dem "natürlichen" Original entspricht. Die Wolken wirken grün/bläulich verfärbt und auch über den Häusern liegt ein störender Farbschleier.
Wer das RGB-Diagram oben genau betrachtet, wird erkennen, dass der Filter
gleichzeitig einen Blauüberschuss von 25% und ein Rotmangel von 48%
ausgleichen muss. Er muss also mehr Blau als Grün filtern. In dem
durch unseren Service ständig wachsenden "Filter-Archiv"
von mittlerweile mehreren hundert Farbnuancen haben wir nach einiger Suche
den perfekten Filter gefunden. Er filtert die RGB-Level in Weiß
auf den genau gewünschten D65 Weißpunkt, nur wenig digitaler
Ausgleich ist notwendig. Allerdings wird durch die Verwendung des Farbfilters eine komplette Neukalibrierung
des Projektors notwendig, die nur mit entsprechenden Messinstrumenten
durchgeführt werden kann. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:
Durch die Verwendung des speziellen Farbfilters und anschließender Kalibrierung konnte die "verkorkste" Farbdarstellung des "Video"-Modus nahezu perfekt auf die erforderliche 6500K Videonorm angeglichen werden. Durch diese Änderung wir die Farbreproduktion des Original-Bildes wieder hergestellt und das Ergebnis zeigt genau die Farben, die ursprünglich beabsichtigt wurden:
Damit haben wir die perfekte Farbdarstellung mit dem hohen Kontrast kombiniert. Der Videomodus bietet von Haus aus einen homogenen Gammaverlauf von 2,2. Er kann nach der Farbkalibrierung durch die digitalen Gammaoptionen des Bildmenüs variabel zwischen 2,2 und 2,5 eingestellt werden.
Der Anstieg ist weiterhin homogen und sorgt für eine optimale Dynamik-Ausnutzung.
Es verschwindet nichts im Schwarz bei dunklen Szenen, es wird in hellen
Bildinhalten nichts verschluckt ("Clipping"). Abschließend messen wir das erzielte Kontrastverhältnis: 2018:1
erreicht der PT-AE700 nach dem Tuning bei Einhaltung aller Videonormen,
eine Steigerung von über 100% gegenüber dem "Natural"-Modus!
3. Fazit Perfekte Farben, sehr guter Schwarzwert, räumliche Tiefe, gute Durchzeichnung und eine Kontrastverdopplung auf 2000:1, all das vereint der getunte PT-AE700 in beeindruckender Weise, was vor noch nicht allzu langer Zeit niemand der LCD Technologie zugetraut hätte. Die Lücke zwischen DLP und LCD wird kleiner, wir sind gespannt auf die nächsten Modelle anderer Marken und wieviel sich aus ihnen "herausholen" lässt.
(telefonische Terminvereinbarung notwendig: 0228 / 945 48 93) oder bei
Andere Anbieter von getunten PT-AE700 folgen in Kürze. 7. Oktober 2004, Ekkehart Schmitt |